Unsere Activity in Hermsdorf Gebiet Königsberg Russland
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Seit ca. 10 Jahren betreuen wir im Gebiet Königsberg - Russland nahe der polnisch-russischen Grenze das Dorf P R O G R A N I S C H N Y - früher Hermsdorf. 

Bis zur Wende hatten die Bewohner des Dorfes ihr Auskommen durch die landwirtschaftliche Kolchose. Nach der Wende wurde die Kolchose geschlossen und alle, die bis dahin auf der Kolchose gearbeitet hatten, wurden zwangsläufig arbeitslos. 

Im Dorf gibt es ein sogenanntes Kulturhaus, das der Größe des Gemeinschaftshauses in Wulfen entspricht. Im Kulturhaus befinden sich ein Theater, eine Bibliothek, Schulungsräume und die ehemalige Verwaltung der Kolchose. Auch dieses Gebäude litt nach dem Zusammenbruch des Regimes, weil es nicht mehr genutzt wurde. Es verfiel nach und nach, da keine Mittel bereitstanden, um das Gebäude zu unterhalten. So wurde das Gebäude nach Schließung der Kolchose nicht mehr beheizt. Besonders gravierend war das undichte Flachdach. Es regnete an vielen Stellen durch das ganze Haus. Zur Reparatur des Daches stellten wir Geld zum Kauf von Dachpappe zur Verfügung. 

Im Jahr 2003 ist es dann dem neuen Bürgermeister – Nedermeier - gelungen mit finanzieller Hilfe aus der Bezirksregierung Königsberg ein neues Dach zu bauen. Im Sommer 2003 waren 50 % des Gebäudes schon mit dem neuen Dach gedeckt.

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Einmal pro Jahr fahren wir mit dem PKW – früher mit dem LKW - nach Hermsdorf ca. 1400 km, um die dortige Bevölkerung ca. 1000 Leute zu unterstützen. 

Wir kaufen vor Ort Lebensmittel und versorgen mit Unterstützung von Nina Tschistow, Jelena Ischmajew und der Lehrerin aus dem Dorf die 100 bedürftigsten Familien. Ebenfalls wird die Grundschule im Ort von uns mit Heften und sonstigen Schulartikeln unterstützt.

Für das Mittagessen der Schulkinder sind pro Kind pro Tag ca. 0,50 € aufzuwenden.

In der alten Dorfschule, die jetzt nicht mehr als Schulgebäude genutzt wird, haben wir in den letzten Jahren neue Toiletten, Waschbecken und einen neuen Heizkessel installieren lassen. 

Mittlerweile hat eine Fleischwarenfabrik, ein polnisch-russisches Unternehmen, für 250 Leute aus dem Dorf und der Umgebung ihre Arbeit aufgenommen. Es ist ein Glück für das Dorf, denn seit Gründung der Fleischwarenfabrik geht es im Dorf einwenig bergauf. In 2003 wurde gemeinsam mit der Fleischwarenfabrik der Stadt Papenburg und unserem Lions Club im ehemaligen Kindergarten die Schule untergebracht. Gemeinsam wurden neue Thermophenfenster angeschafft und eingebaut. Die gesamten Kosten beliefen sich auf 7.500,00 € (Anlage Foto). Die Innenräume der Schule wurden mit vereinten Kräften der Lehrer und der Eltern der Kinder renoviert. Der Bürgermeister hat auf Grund seiner guten Beziehungen nach Königsberg neue Schulbänke und Stühle organisiert.

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Jedes Mal, wenn wir in Hermsdorf waren, haben wir auch das Krankenhaus in Laduschklin – ca. 20 km von Hermsdorf Richtung Königsberg entfernt - unterstützt.

Bei unserem Besuch im Jahr 2003 haben wir eine Magensonde, gespendet vom Krankenhaus Dorsten, abgeliefert, wobei wir den Beleuchtungskörper erneuern ließen. Die Kosten hierfür betrugen 750,00 € und wurden von unseren holländischen Lionsfreunden übernommen. 

Ebenfalls wurden Medikamente und Säuglingsnahrung von uns im Krankenhaus abgeliefert. 

Der derzeitige Chefarzt erhielt eine Einladung vom Dorstener Krankenhaus, konnte aber in 2003 dieser Einladung nicht folgen, da wieder einmal die üblichen Schwierigkeiten für die Beschaffung der VISA im Weg standen. Er wird es in 2004 noch einmal versuchen das benötigte VISA zu bekommen. 

Zu Weihnachten ist es schon eine Tradition geworden, dass wir den Leuten in Hermsdorf eine Weihnachtsfreude zukommen lassen. Für die bedürftigsten 100 Familien spenden wir je Familie 15 – 20 €. Dafür werden von unseren Helfern in Hermsdorf Lebensmittel oder was gerade am nötigsten gebraucht wird gekauft. 

Februar 2004

Rudolf Pasterkamp

 

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