|
Reise durch Kamerun
Lions erlebten Abenteuer in afrikanischem Land |
||||||
| Von Anke Klapsing-Reich am 19. Juni 2009 08:53 Uhr | ||||||
| DORSTEN Von einer sehr abenteuerlichen Reise durch Kamerun (Afrika) kehrten Mitglieder des Lionsclub zurück. Die Dorstener besichtigten dort auf Einladung eines Stammes-Häuptlings Fortschritte eines Schulprojektes. | ||||||
| „Wenn man sich jetzt bei einem gepflegten Tässchen
Kaffee unsere Reisefotos anschaut, sieht alles so harmlos, fast
idyllisch aus“, wissen die Reiseteilnehmer – Ralf Honsel, Dr.
Stefan Möllhoff, Ulla und Rainer Thieken, Heinrich van der Wurp,
Hildegard Stutmann und Agnes und Ludger Cirkel –, dass sich die
gewöhnungsbedürftigen Gerüche katastrophaler Hygiene und die ärmlichen
Verhältnisse einfach nicht ins rechte Bild rücken lassen.
„Man muss es leibhaftig erlebt haben, und mit dieser Erfahrung würde heute keiner von uns das Reiserisiko noch einmal auf sich nehmen“, bilanzt die Gruppe unisono und rollt den Faden des Abenteuers von vorne auf: Richtig ernst hatten die Dorstener Lions die Einladung von Chief Charles Morfaw eigentlich nicht genommen: „Schaut euch doch einmal persönlich mein Schulprojekt Rainbow in Dschang an“, hatte der Häuptling des kamerunischen Dorfes Bellah den Lions angeboten. Er hatte im Juni vergangenen Jahres auf einem Clubabend der Dorstener Lions über sein Buch „Leben in zwei Welten“ referiert und sein Schulprojekt in Kamerun vorgestellt.Doch wer ist diese schillernde Persönlichkeit: Keines deutschen Wortes mächtig kam der damals 23-jährige Charles Morfaw 1989 nach Deutschland. Wieder zurück ins Gröbste hinein Er nahm die Herausforderung an, meisterte sie, studierte in Bonn, heiratete dort die schwarze Studentin Maureen, wurde Vater von vier Kindern. „Prima“, mag der Laie denken, „dann war er ja aus dem Gröbsten ´raus und konnte ein sorgenfreies Leben im Wohlstand führen.“ Weit gefehlt: Charles Morfaw stürzte sich wieder ins Gröbste hinein, zog vor sechs Jahren mit seiner Familie in sein 300-Seelen-Dorf Bellah in Fontem zurück. Schließlich bekleidete er seit 1991 aus der Ferne das hohe Amt des Chiefs von Bellah, und das verpflichtet: Der "Chief" ist der Vorsitzende des Dorfrates, der für soziale Gerichtigkeit sorgt, über Delikte richtet, Ehen schließt und auflöst. Er besitzt als Weisungsbefugter hohe Kompetenzen. Veränderungen nur durch Bildung Die setzte Charles Morfaw auch gleich sinnvoll ein: Nach seinem Credo „Nur durch Bildung sind Veränderungen in diesem Land aus eigenen Kräften zu erreichen", gründete in der Universitätsstadt Dschang, ca. 45 km von seinem Dorf entfernt, Kindergarten und Rainbow-Schulen, die eine im Stadtteil Foto, die andere im Stadtteil Foreke gelegen.„Dort werden jeweils 420 Kinder bis Schulkasse 6 bilingual erzogen und unterrichtet. Eine Qualitätsoffensive gegenüber den staatlichen Schulen, in denen sich ca. 70 Kinder in einer Klasse zwängen“, ließen sich Ludger Cirkel und seine Lions sofort für das Projekt entflammen.Das Schulfest mit der Entlassung des ersten Jahrgangs der Rainbow Schule nahm das Reiseteam schließlich zum Anlass, sich im Mai dieses Jahres mit einer Geldsumme von 5000 Euro aus Club- und Privatspenden in der Tasche auf die beschwerliche Reise Richtung Kamerun zu machen. |
||||||
Abschiedsbild mit Kamerun-Flagge: Kurz vor dem Rückflug nach Deutschland stellten sich die Dorstener Lions mit ihrem Gastgeber Chief Charles Morfaw (vorne Mitte) für ein Erinnerungsfoto auf.
|
Ein kleines Stück Zivilisation im Rücken tut gut. Mit diesem "Rainbow-Bus" tourten Ludger Cirkel & Co. durch Kamerun. |
Kirche ohne Orgel und beim Opfergang Kartoffeln, Bananen und Ziegen, fast ein Erlebnis von "Urkirche" |
||||
|
|
|
||||
|
|
|
|
|||
|
|
|
|
|
||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
||||
| Zurück zur Hauptseite | ||||||